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Freizeit

Empathie, Experiment und Dokumentation: Ella Bergmann-Michel

09.11.2026, 19:00 Uhr

D 1932, 100 Min., FSK: ungeprüft

Vortrag: Bettina Schulte Strathaus, Filmwissenschaftlerin
Besetzung: Dietmar Wiesner (Flöte), Moritz Schneidewendt (Bassklarinette), Achim Seyler (Vibraphon +) und Bernd Thewes (Komposition und Klangregie)

Ella Bergmann-Michel (1895 - 1971) war Malerin, Fotografin, Dokumentarfilmerin und politisch engagierte Filmaktivistin; ihr kleines, aber hochkarätiges filmisches Œuvre entstand 1931/32 kurz vor Machtantritt der Nazis. Ausgebildet an der Kunsthochschule Weimar, erkundete sie als Fotografin und Filmerin die moderne Stadt am Beispiel Frankfurts. Mit ihrem Blick für signifikante Details fing sie soziale und politische Dynamiken im Stadtraum ein. Ihre mobile 35mm-Kamera ermöglichte ihr, sich unauffällig zu bewegen und unverstellte, präzise komponierte Aufnahmen zu machen.

Der Vortrag von Bettina Schulte Strathaus teilt sich in zwei Blöcke. Davor, dazwischen, danach die drei Filme. Für deren Präsentation hat Bernd Thewes neue Musiken komponiert, die in einer quadrophonischen Klangprojektion den gesamten Kinoraum einbeziehen:

  1. »48 Blicke ins Morgen« - Blicke der Passanten in WAHLKAMPF 1932 (D 1932), 14 Min.
  2. »Not in Bewegung« - FLIEGENDE HÄNDLER (D 1932), 21 Min. können sich keinen Stillstand leisten
  3. »Konstrukte des Lebendigen« - experimentelle Bewegungsstudien beim FISCHFANG IN DER RHÖN (D 1932), 11 Min.
Regie: Ella Bergmann-Michel
Kamera: Ella Bergmann-Michel
Musik: Bernd Thewes

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